Wurzelkanalfüllungen und Herzerkrankungen: Was die Evidenz wirklich zeigt
DDJ Deep Dive: Die Evidenz beschreibt ein Risikosignal bei apikaler Parodontitis, aber keinen Kausalbeweis und keinen Herzschutz durch Revision, Wurzelkanalbehandlung oder Extraktion.
Evidence Summary Box
- Der verifizierte DDJ-Korpus umfasst 6 volltextverifizierte Quellen aus den Jahren 2017 bis 2026.
- Mehrere Übersichtsarbeiten beschreiben ein wiederkehrendes Signal zwischen apikaler Parodontitis und kardiovaskulären Erkrankungen oder Risikomarkern [1–3].
- Die Datenbasis ist überwiegend beobachtend, heterogen und confounding-anfällig. Kausalität ist nicht etabliert [1–3].
- Endodontische Behandlung kann einzelne Entzündungsmarker wie CRP oder hsCRP beeinflussen; dieser Strang bleibt aber Surrogat-Evidenz und kein Nachweis weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle oder kardiovaskulärer Todesfälle [6].
- Klinisch tragfähig ist: endodontische Infektion diagnostizieren und lokal kontrollieren. Nicht tragfähig ist: Revision, Wurzelkanalbehandlung oder Extraktion als Herzschutz zu verkaufen.