Keramikimplantate – echte Titan-Alternative?
- 5. Sept. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 10. Sept. 2025

Einleitung: Zahnärztinnen und Zahnärzte stehen zunehmend vor der Frage, ob neue Materialien und Technologien wirklich halten, was sie versprechen. Im Fokus steht derzeit das metallfreie Zirkonoxid-Implantat, das als mögliche Alternative zum bewährten Titanimplantat gehandelt wird. Patienten sorgen sich vermehrt über potenzielle Gesundheitsrisiken von Titan(legierungen) und fragen nach „metal-free“-Lösungen . Entsprechend wichtig ist ein evidenzbasierter Blick auf die harten Daten aus klinischen Studien – mit klarer Methodik und Transparenz bezüglich möglicher Verzerrungen (Bias). Wir bewerten daher die Studienqualität mit einem Ampelsystem und kennzeichnen Interessenkonflikte offen.
Ampelsystem zur Studienbewertung:
Grün: Methodisch hochwertige, unabhängige Studien
Gelb: Solide Methodik, jedoch mit Unsicherheiten oder möglichem Bias
Rot: Offensichtliche methodische Schwächen oder starker Industrie-Bias
Entwicklung der Keramikimplantate
Keramische Implantate sind keine vollkommen neue Idee. Bereits vor rund 30–40 Jahren wurden erste Saphir-Implantate aus Aluminiumoxid erprobt . Diese frühen Keramiken zeigten jedoch mechanische Schwächen – die Frakturanfälligkeit war hoch und die Überlebensraten schlechter als bei Titanimplantaten . Die Konsequenz: Solche Implantate verschwanden wieder vom Markt.
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